Neuigkeiten

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2020/12/20/22:14 | Zusammenarbeit?

Schon seit mehreren Wochen ist bei den Studios nichts mehr erschienen. Ich gehe stark davon aus, dass es dort an Motivation und Inspiration mangelt. Auch auf anderen Kanälen/Seiten kommt kaum neues. Weihnachtsbäume? Ich bitte Sie! :-)

Hiermit möchte ich erneut offen darauf hinweisen, dass mir die meiste bisherige Zusammenarbeit sehr gefallen hat! Ich hoffe, dass ich irgendwann wieder mit jemandem an gemeinsamen Projekten arbeiten kann! Das lässt sich ja auch gut rein digital umsetzen! ;-)

Das Angebot gilt auch für einige andere, die schon wissen, dass sie hiermit gemeint sind. Ich werde aber ansonsten auch alleine weitermachen! :P

2020/12/6/22:22 | Video: Wie funktioniert mein Hirn?

Dass ich von der Verlustangst befallen bin, habe ich genügend thematisiert. Jetzt gibt es auch ein Video zum Asperger-Syndrom, welches einen noch viel stärkeren Effekt auf mein Verhalten hat. Könnte langweilig sein, ich finde es aber ganz interessant!

Und nein, ich spiele kein Schach, da ich den Nutzen zu gering finde in Relation zur investierten Zeit. Deswegen lese ich auch keine Bücher.

2020/12/4/0:09 | Videos soos

Endlich ist diese schhhh Schule vorbei! Ich habe Mittwoch-Abends schnell einen Gegenschlag unternommen und ein Erklär-Video zu meinem neuen Profilbild gemacht. Ich reparierte Dienstags eines meiner neueren ATX-Netzteile. Und Donnerstags erhielt ich die LiIon-Zelle, die ich für meinen Nokia 9210i bestellte. Ich habe mehrere Video-Ideen bzw. -Pläne.

Ich möchte sehr bald einen Spiele-PC zusammenstellen. Ich möchte den 9210i wieder verwendbar machen und vorstellen. Ich möchte erklären/zeigen, wie ein Schaltnetzteil funktioniert. Und dann möchte ich noch weitere Programmier-Videos machen.

Ich könnte natürlich auch wieder Geschichten verfilmen, etwas spielen oder gar zeigen, wie man Dinge in Minecraft baut (sehr wichtig!), aber das wäre zu billig. Ich habe nicht Jahre-lang gelernt und gelernt, um dann Dinge zu tun, die ich mit 10 Jahren hätte tun können. Sollte jemand aber konkrete Wünsche haben, gerne her damit!

Ich habe viel Wissen und arbeite gern. Ich habe aber nur kaum Willen bzw. Motivation. Es freut mich sehr, wenn ich etwas für andere tun kann. Möglichst entweder etwas sinnvolles oder wenigstens etwas persönliches.

2020/11/27/8:39 | Projektarbeit

Mich stören die meisten Schul-Projekte sehr! 😠 Meistens ist es dann auch noch Gruppenarbeit, was es mir nochmal viel aufwändiger macht.

In dieser Woche muss ich mit 3 anderen einen Windows-Server einrichten. Wir haben alle kaum Vorkenntnisse und haben soweit viele Fehler gemacht. Seit gestern Abends können wir uns plötzlich nicht mehr am Server anmelden und müssen wohl einen neuen aufsetzen. Am liebsten hätte ich einfach 20% der Punkte und dafür Freizeit.

Der Schulblock begann vor mehreren Wochen und ich bin froh, wenn der vorbei ist. Mir fehlt die Programmier-Arbeit, weswegen ich fast jeden Abends an lui.js weiterarbeite.

Und CCNA-Aufgaben stehen auch noch vor mir. Ich war bisher sehr undiszipliniert. Wenn ich irgendetwas machen soll, das noch Zeit hat und auf das ich keinen Bock habe, dann ist es nahezu unmöglich, das früher zu tun als nötig. Ich nahm mir hunderte Male vor, das zu ändern, aber wenn es dann wieder so weit ist, bin ich extrem abgelenkt und finde plötzlich alles andere sehr interessant. Gestern sollte ich mich zu dem Projekt informieren. Stattdessen las ich Stunden-lang Wikipedia-Artikel zu völlig anderen Themen! 🤨

2020/11/9/22:18 | Beschäftigungen

Ich denke immer wieder an die wenigen Menschen, die ich gerne irgendwann wieder sehen würde. Das lange Warten stört mich sehr, aber was mich noch viel mehr stört ist, wertvolle Lebenszeit damit zu verschwenden, an das zu denken, das ich gerade nicht habe. Es ist schwer, etwas sinnvolleres zu tun, da ich kaum Spiele spiele oder Videos schaue. Meine wichtigen Beschäftigungen sind allesamt kompliziert und erfordern viel Konzentration.

Es ist schwer zu sagen, ob Freundschaft gut oder schlecht für meine Produktivität ist. Ich verschwende sehr viel Zeit mit Denken an Personen, an denen ich interessiert bin. Vielleicht tue ich das ganz unabhängig davon, ob ich einsam bin oder nicht. In den letzten Tagen zwang ich mich, trotz wenig Motivation wieder an meinem Web-Framework LUI zu arbeiten. Ich erzielte große Fortschritte und war begeistert. Ich habe vor, bald ein Video darüber zu machen. Das wird mir Freunde nicht zurückholen, aber schaden wird es wohl kaum. Ich versuche, optimistisch zu sein.

Ich habe das unschöne Gefühl, dass ich sehr schnell wieder interessanter werden würde, gäbe es plötzlich keine Rechnerspiele mehr. Ich habe das Gefühl, dass meine Intelligenz und meine Weitsicht die Gründe dafür sind, dass alles andere leichter fällt, als mit mir zu reden — oder eben mal nicht zu reden. Dieses Gefühl selbst ist aber tatsächlich ein großer Faktor! Wie geschrieben: Ich muss optimistisch und ehrlich sein; alles andere wäre Verschwendung von Lebenszeit!

2020/10/24/23:27 | Geschichte: Das Bärendorf

Es war einmal ein Dorf, das an einem Wald lag. Das Dorf hieß Bärendorf. Wie ist man auf diesen Namen gekommen? Ganz einfach: Da im angrenzenden Wald Bären leben. Und es ist ein Dorf. Genauer gesagt ist der Wald ein Bärenwald. Doch Bärenwalddorf hätte doof geklungen und so beließ man es bei Bärendorf. Ein großer Fehler, wie sich bald zeigte. Als die Bären das Ortsschild sahen, wollten sie den Wald verlassen und im Dorf leben. Wenn man die Wahl zwischen einem Bärenwald und einem Bärendorf hat — wer wollte schon für immer und ewig im Bärenwald leben? Auch der Bär hat keine Lust, stets im Wald nach Nahrung suchen zu müssen. Warum nach Beeren suchen, wenn man einfach in Menschenhäuser klettern und köstliche Menschen essen kann? Doch die Menschen haben von den Bärenplänen Wind bekommen. Sie suchten nach einer schnellen Lösung für das Problem. Bald kam jemandem der geniale Einfall, den Ort umzubenennen. Doch Bärenwalddorf wäre zu lang gewesen, wie gesagt. Der geniale-Einfall-Habende hatte aber schon eine bessere Idee: Man könne die Punkte von den Ortsschildern entfernen. Dies wurde sofort getan und es hatte einen weiteren Vorteil: Die Wolfsburg wurde stets von Wölfen heimgesucht. Um der Belagerung ein Ende zu setzen, entsandte man einen Boten mit den nun nicht mehr benötigten Punkten. Leider verlor er auf dem Weg dorthin alle seine Punkte, was teilweise abscheuliche Ortsnamen zur Folge hatte. Die Wolfsburg musste also zu anderen Mitteln greifen — aber dazu ein anderes Mal mehr! Der Plan vom ehmaligen Bärendorf ging auf: Als die Familie Bär eines Mittags Essen holen wollte — sie haben schon geeignete Häuser ausgekundschaftet — blieben sie voll von Schrecken am Ortseingang stehen. Bären sind korrekte Menschen — und haben große Demut vor Schildern. Aus der Not heraus entschied sich die Familie Bär, zu ihren Verwandten in das weit entfernte Bärstadt zu ziehen. Dort wurde ein verwildertes Grundstück in Waldnähe erspäht, das außerdem von einem alten Mann in einem blauen Bauwagen bewohnt wird. Bald war dort dann Schluss mit Lustig — wir wissen ja, warum! Ende gut, alles gut für das ehmalige Bärendorf? Leider weit gefehlt: Die sogenannte gemeine Schildlaus hat sich nämlich bis dorthin verbreitet. Die kleinen Tierchen befallen — wie schon der Name nahelegt — Schilder. Und sie sind schwarz. Eines Tages, als ein Bär im Bärenwald seine Verwandten besuchen wollte, fand er sie nicht. Wir wissen ja, warum: Sie sind nach Bärstadt gezogen und bewohnen dort einen Bauwagen, der ihnen jedoch inzwischen von den Füchsen streitig gemacht wird. Doch unser Gast-Bär wusste davon nichts. Er hatte solch einen Hunger! Er hat sich auf den großen Brei von Papa-Bär gefreut. Ob heiß oder kalt — das war ihm völlig egal! Und er hat sich auf Mama-Bärs weiches Bett gefreut. Besonders, wenn Papa-Bär dabei für mehrere Stunden außer Haus war. Doch da war kein Haus im Wald — zumindest kein Bärenhaus! Als er sich auf den Heimweg machen wollte, sah er das Ortsschild. Bärendorf! Die gemeine Schildlaus bildete zwei täuschend-echt-aussehende Punkte über dem "a". Gast-Bär hatte keine Ahnung von Schildläusen und so schloss er daraus, dass hier Bären im Dorf leben. Und so nahm das Unheil seinen Lauf. Zunächst möchte ich die Bären etwas in Schutz nehmen: Wisst ihr, bei den Bären sehen Häuser anders aus. Sie servieren ihr Essen in Betten und sie schlafen unter Esstischen. Und so schlief unser nun gut gesättigter Gast-Bär unter einem Tisch. Leider wurde er bald aus dem Schlaf gerissen und dann wurde versucht, ihn jemandem aufzubinden, was zum Glück nicht geklappt hat. Die gemeine Schildlaus zog weiter und wenn sie nicht gestorben ist... Siehe Munchen.

2020/10/15/21:12 | Warum ich Discord verlassen habe

Nachdem ich schon vor Jahren Skype, Facebook und Instagram, dann auch Twitter und schnell wieder Telegram verlassen habe, bin ich nun auch bei Discord wieder verschwunden.

Ich sehe alles

Ich sehe fast ständig in Gedanken. Ist es dunkel, bin ich sogar manchmal unsicher, ob das, was ich sehe, echt ist. Wenn ich Text von jemandem lese, den ich kenne, sehe ich, wie er ihn schreibt. Wenn ich ein Minecraft-Video sehe, sehe ich den Spieler vorm Rechner sitzen. Sehe ich bei Discord den kleinen grünen, gelben, roten oder grauen Punkt neben einem Namen, sehe ich, was derjenige gerade tun könnte. Fast jede externe Information über jemanden ruft bei mir Bilder hervor, besonders wenn ich ihn kenne.

Ruhestörung durch scheinbare Anwesenheit

Wenn mir ein Dienst wie Discord sagt, jemand sei "online", habe ich das Gefühl, als säßen wir in einem Raum. Wenn wir dann nicht miteinander sprechen, ist es, als würde man sich nicht ansehen sondern ignorieren. Dieses Phänomen ist als "unangenehme Stille" bekannt. Ich kann nicht damit umgehen, wenn Leute irgendwie da sind, irgendwie aber auch nicht.

In diese Situation geriet ich mehrmals am Tag und ich war jedes Mal extrem abgelenkt von dem, an dem ich eigentlich arbeiten sollte oder wollte. In den Tagen mit Discord sank meine Produktivität auf ein Minimum — alleine schon deswegen hätte ich die Notbremse ziehen sollen! Es zieht mich runter, wenn ich so wenig schaffen kann bzw. wenn ich so "fremdbestimmt" bin. In Ruhe zu lernen oder zu arbeiten ist eine Lieblingsbeschäftigung und mir sehr wichtig.

Bauchschmerzen

Neben Konzentration ist da noch mein Bauchgefühl. Ich fühle mich generell sehr schnell verstoßen von Leuten, die ich mag — in solchen Situationen besonders. Genau deswegen habe ich damals sämtliche "soziale" Konten gelöscht. Ich finde E-Mail oder Telefonate in Ordnung, mir ist aber wichtig, dann auch ab und zu richtigen Kontakt zu haben.

Mich stört extrem, den anderen zu "sehen", aber nicht von ihm gesehen zu werden. Aus gleichem Grund sehe ich auch nur ungern Videos an von Leuten, die ich gut kenne und mag, wenn sie nicht dabei sind. Ich bin interessiert, bekomme aber schnell Bauchschmerzen, wenn ich nur zuhören aber nicht antworten kann.

Das ist offenbar unnormal und etwas extrem, lässt sich aber einfach erklären: Ich leide seit langem unter genereller Verlustangst, die mich verrücktmachen und dann andere sehr nerven kann. Als Lösung hat sich bisher nur eine klare Trennung zwischen "da" und "nicht da" erwiesen. Bin ich wirklich alleine, kann ich mich meistens sehr gut konzentrieren und darüber freue ich mich!

Warum wiederholt sich die Geschichte?

Wie ja schon erwähnt, habe ich schon vor vielen Jahren Skype und Facebook verlassen. Der Hauptgrund ist nach vielen Jahren der selbe. Ich habe mich nur sehr widerwillig auf Internet-Kontakt eingelassen. Ich wurde mit Nachdruck von mehreren überredet, mir Discord zu holen. Ich habe anfangs noch abgelehnt, doch irgendwann nachgegeben. Ich kündigte an, Discord nur zu öffnen, wenn man mich aktiv dazu auffordert. Ja, meine lieben Leser, ich wusste es vorher schon besser. Das blöde an meiner Lebensgeschichte ist, dass ich den einen großen Fehler trotz guter Aufklärung immer wieder mache: Ich unterschätze meine Verlustangst und lasse mich von anderen zu Dummheiten überreden. Wenn wir schonmal dabei sind: Ich habe eigentlich keine Lust gehabt, Minecraft zu spielen, sondern wurde dazu überredet. Es wäre wohl schlauer von mir gewesen, "Nein" zu sagen. Ich hätte ein Spielverderber bleiben sollen. Es fällt mir nur extrem schwer, Leuten, die ich mag, Wünsche auszuschlagen. Ich will maximal verlässlich sein. Ich gehe lieber Risiken ein, als ein Neinsager zu sein. Und sicherlich habe ich auch etwas Angst davor, mich unbeliebt zu machen und dadurch den Kontakt zu verlieren. Rückblickend ist man immer schlauer. Der langzeitige Kontakt ist durch meine Verlustangst viel stärker gefährdet als durch kurzzeitiger Verzicht auf Kontakt. Leider kann ich ein Wiederholen nicht ausschließen, da ich noch keine gute Lösung gefunden habe. Hoffentlich bin ich in Zukunft noch schlauer als bisher.

Fazit

Ich bin wie auch die vorherigen Male sehr erleichtert, diese Belastung und Motivationsbremse abgeworfen zu haben, wenn auch leider mal wieder viel zu spät. Es war bisher immer viel zu spät. Ich freue mich auf jedes physische Treffen in Zukunft und kann mich wieder damit motivieren, dass ich meine wohl lebenslange Einsakeit eh nicht über mein Telefon überwinden kann, das gilt aber für jeden. Ich muss es garnichterst versuchen und kann sinnvolleres tun.

2020/9/27/0:12 | Zusammenarbeit

Neuerung 10/16: Ich bezeichne sie nun nicht mehr als Kollegen, war auch nicht ganz ernst gemeint.

Auf der L3P3-Startseite wurde zuvor auf Kollegen verwiesen. Kollegen bei was? Eine Einordnung.

Ich hasste es, in der Schule mit anderen zusammen arbeiten zu müssen. Ich kam nicht klar mit der Denkweise der meisten. Ich wollte alles, auf dem mein Name stand, komplett selbst verantworten. Bei Handwerk trifft dies bis heute auf mich zu. Eine Ausnahme stellt jedoch Kunst dar. 😉

Die Kooperation mit den Studios schien perfekt: Wir tauschten viel Wissen und Erfahrung aus. Vereinfacht geschrieben lag die Kooperation darin, dass ich Inspirationen aus meinem Wissen und die Studios die technische Umsetzung einbrachten. Tatsächlich waren wir zu beiden Bereichen im Austausch. Ich kenne viele Soloprojekte der Studios und auch meine Soloprojekte finde ich selbst meistens ziemlich gut. Unsere Kooperationen haben mir aber auch sehr gefallen — und besonders deren Herstellung. Die Motivation war viel größer! Es wurden mehrere Gemeinschaftsprojekte angefangen, aber leider nie fertiggestellt. Wurde zu anstrengend für alle beteiligten. 🙄

Dann ist da SLBKSB, welchen ich auch seit etwa einem Jahr kenne. Wir haben schon etwas programmiert und sind etwas theoretische Informatik durchgegangen. Corona-bedingt brach der Kontakt für mehrere Monate komplett ab. Der Kontakt wurde vor einigen Tagen wieder aufgenommen, sehr zu meiner Überraschung. Ich versuchte immer wieder, SLBKSB zu kreativerer Arbeit zu bewegen. In den letzten Wochen wurde begonnen, Minecraft zu professionalisieren, besonders in Form von Videos. Ich bin skeptisch, was den kommerziellen Erfolg dieser Bestrebungen angeht, unterstütze das ganze aber als Lektion. 😜 Unsere gemeinsame "Arbeit" bestand seitdem im Spielen von Minecraft, desweiteren tauschen wir Erfahrungen aus zu Technik oder Videos. War eine nette Abwechslung, aber auf Dauer zu anstrengend — besonders da der Kontakt über Discord bestand, was mir sehr schlecht tat. Ich möchte wieder sinnvolleres machen! 😬

Ich habe große Hoffnung, irgendwann wieder mit jemandem programmieren oder Videos machen zu können. Bis dahin kann sich der L3P3-Verfolger weiterhin auf meine (wenn auch leider trockeneren) Werke freuen — und natürlich auf die der beiden Konkurrenten! 😁

2020/9/26/8:43 | Überbevölkerung

Ohne paarungswillige Menschen würde es mich heute nicht geben. Doch in Zukunft muss schlauer gehandelt werden!

Ich höre seit vielen Jahren Domian. Viel mehr als die "komischen" Anrufer irritiert mich immer wieder, was als "normal" gilt. Hass und sich-Verstellen fällt mir auf, aber heute etwas anderes. Leute, die in meinem Alter noch keinen Partner oder noch keinen Sex hatten, rufen dort an und berichten, dass sie sich dafür schämen. Gestern rief Simon an, welcher sich schlecht fühlt, wenn er Leute in seinem Alter sieht, die Kinder haben. Leute haben Sehnsucht danach, eine Familie zu gründen, Kinder und Enkel zu haben. Diese Sehnsucht ist mir sooo zuwider!

Ich verstehe, dass einem eine Bezugsperson fehlt, jemand zum Vertrauen und Reden. Das ging auch mir so für die meiste Zeit meines Lebens. Dass man an solch eine Bezugsperson vorweg Anforderungen stellt, kann ich auch verstehen. Das Geschlecht zählt für mich aber zu den unwichtigsten Sachen! Ich kann auch verstehen, dass Leute aus Einsamkeit heraus versuchen, sich durch Suchtmittel wie auch Rechnerspiele oder Pornografie zu betäuben versuchen. Dass viele dann dieses Betäubungsmittel als Normalität verstehen und akzeptieren, finde ich traurig. Ich kann auch verstehen, wenn man irgendwann seine Lebenserfahrungen irgendwie weitergeben will, sie über den eigenen Tod hinweg in der Welt behalten wollen. Dass Leute ihre Gene verbreiten und sich fortpflanzen wollen, widert mich jedoch an — ganz besonders wegen der Überbevölkerung! Es gibt viel zu viele Menschen! Was wir brauchen sind möglichst wenige schlecht erzogene, schlecht gebildete Menschen. Was also zu tun ist, ist eindeutig: Sobald irgendwie gewissenhaft möglich, ist ein Kind zu adoptieren, welches ansonsten in Heimen oder verblödeten Familien aufgewachsen wäre und somit unterm Strich dieser Welt geschadet hätte. Menschen sind ohne ausreichend Bildung schädlich statt hilfreich! Wer also selbst noch zusätzliche zeugt, schadet doppelt: Erstens hilft er aktiv und effektiv dabei mit, diesen Planeten zu zerstören. Zweitens verwehrt er einem schon bestehenden Kind eine gute Erziehung und ein sinnvolles Leben — statistisch betrachtet, natürlich. Auch Pflegekinder oder Heimkinder können sehr gute Menschen werden!

Zum Schluss will ich "betroffenen" Mut machen. Glaubt mir, dass euer Mangel an biologischen Nachkommen euer geringstes Problem ist. Noch nie Sex gehabt zu haben, ist überhaupt nichts verwerfliches oder schlechtes. Es kommt, wenn es kommen muss. Ich verstehe nicht, warum manche sich dafür sozial unter Druck gesetzt fühlen. Wofür schämt man sich? Was schadet es anderen? Mir kommt das ganze unbegründet vor.

2020/9/15/6:18 | Verlustangst

Ich fing erst mit etwa 12 Jahren an, mich für bestimmte Personen mehr zu interessieren, als nur mit ihnen spielen zu wollen. "Freunde" waren vorher nur andere Außenseiter, die außer mir niemanden fanden, ich hatte also nie das, was ich als Freund bezeichnen würde. Weil ich vorher viel ausgelacht/ausgegrenzt wurde und die meisten für dämliche Gruppentiere hielt, hatte ich ein extrem negatives Menschenbild. Aus diesen beiden Gründen habe ich nie gelernt, einem Menschen zu vertrauen, mich so zu mögen, wie ich bin. Ich beobachtete, wie andere sich verstellten, um bei anderen beliebter zu sein. Ich schloss daraus, dass direkte/ehrliche Menschen wie ich keine Freunde finden werden, da sie am Markt schlechter dastehen. All dieses hatte Verlustangst zur Folge und den verinnerlichten Zwang, Leute so zu manipulieren, meine Ablehnung gegen die Menschheit zu teilen und mich damit deutlich interessanter zu finden.

Mit Verlustangst stehe ich sicherlich nicht alleine. Sehr viele Leute leiden darunter, auch viele nicht-menschliche, z. B. Hunde, die herzlos oder isolierend behandelt wurden. Diese Angststörung äußert sich vereinfacht darin, dass das bloße Denken daran, eine Bezugsperson verlieren zu können, starke Angst hervorruft, welche sich bei mir stets in Form sehr starker Bauchschmerzen bemerkbar macht. Dazu kommt meistens Herzrasen, Hitzewallung, Zittern und starke Übelkeit. In solchen Situationen bin ich völlig nutzlos und kann mich auf nichts mehr konzentrieren. Deswegen war ich mittelmäßig in der Schule und musste das Studium abbrechen. Diesen Situationen vorzubeugen bzw. die Belastung anderer damit zu begrenzen, gelingt mir über die Jahre immer besser. Ich hätte schon früh psychologisch behandelt werden sollen, doch falscher Stolz und das Elternhaus haben mich davon abgehalten. Ich bin dennoch stolz darauf, wie vergleichsweise gut ich inzwischen damit umgehen kann!

Zu meinem riesigen Bedauern hat meine Angststörung aber schon mehrere Leute getroffen, manche mehr, manche weniger. In fast allen Fällen soweit hatte dies naheliegenderweise und zugleich ironischerweise den Kontaktabbruch, also den tatsächlichen Verlust zur Folge, was die Angst danach natürlich umso mehr befeuert hat. Dieser Teufelskreis ist bei vielen Angststörungen typisch und berüchtigt.

Ich werde leider nie richtig davon geheilt sein können, da Angststörungen sehr tief sitzen und Angst eine der primitivsten, stärksten Emotionen ist. Ergo werde ich nie jemandem versprechen können, dass ich diese Angst nie wieder haben werde. Um dieser Angst zu entgehen, bilden sich in der Regel zwei weitere Zwänge: 1. Bindungsangst, man versucht also, möglichst wenige Freunde zu haben, um möglichst selten jemanden zu verlieren. 2. Klammern, also der notorische Drang, Freunde irgendwie zu verbauen, einen verlassen zu können. Manche wählen hier berufliche Zusammenarbeit, Familiengründung oder Religion. Skrupellose könnten versuchen, den Bekanntenkreis des Opfers durch Intrige vom Opfer zu trennen, sodass dem Opfer keine Alternative mehr bleibt. Ich bin zwanghaft ehrlich und hätte solches nie getan. Bei mir war es, wie oben schon beschrieben, der Drang, meine Isolation mit dem Gegenüber zu teilen, also das Mitziehen auf eine einsame Insel.

Dass ich diese Angststörung habe, habe ich von Anfang an gewusst. Ich dachte damals aber, dass das so normal ist und andere sich nur besser verstellen können. Nachdem mein einziger und bester Freund nach fast 4 Jahren aus eigener Kraft die Insel verließ und sich zurecht distanzierte, brach meine Welt zusammen. Ich lernte (dummerweise genau ab Beginn des Studiums), dass meine Störung weder normal noch harmlos ist. Obwohl ich inhaltlich die meisten meiner damaligen Haltungen noch gut vertretbar finde, ist mir langsam aber sicher bewusst geworden, dass nicht er falsch lag, sondern ich. Ein paar Monate später hat mir Frau Schumacher des ITSC Lübeck einen Hund vorgestellt, der unter Verlustangst litt. Ich habe davon noch nie gehört, also fragte ich. Die Erklärung kam mir sehr bekannt vor. Seitdem weiß ich, was ich habe. Ich informierte mich sehr viel darüber und das hilft mir bis heute sehr dabei, das Problem klein zu halten, also damit bestmöglich umzugehen.

Schwierig ist noch eine weitere Fragestellung: In wie weit sollte man andere einweihen? Hat man mit jemanden lange zu tun, der auch aufnahmefähig genug ist, kann man ihn mit diesem Thema sehr gut konfrontieren. Ich wäre definitiv dankbar, wenn mir jemand von soetwas erzählen würde und ich damit sein Verhalten differenziert und sauber einordnen kann. Aber was, wenn das Gegenüber entweder geistig (noch) nicht fähig ist, damit um zu gehen, vielleicht sogar wegen eigener Probleme? Oder was tun, wenn das Gegenüber gar nicht genügend an einem interessiert ist, um sich mit etwas derartigem auseinandersetzen zu wollen? Wenn man jemanden gerade kennenlernt, ergreift man doch die Flucht, wenn man erstmal solch einen Papierstapel durchgehen muss, nur um mit jemandem Sozialkontakt einzugehen! Ich denke also, dass hier zwei Dinge helfen können, zum einen die allgemeine Aufklärung der Bevölkerung. Es gibt sicherlich schon gute Bücher und Filme zu dem Thema, auch schon für Kinder. Bei konkreten Tipps muss ich aber passen, ich lese fast keine Bücher und schaue fast keine Filme. Und das zweite ist, auch wenn das etwas traurig klingen könnte, eben nur Freundschaften zu jenen Leuten einzugehen, die auch von vornherein bereit sind, gewisse Hürden zu nehmen, konkret also, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Bei anderen Leuten muss man sich als betroffener dann nun mal verstellen und sich gleichzeitig klar machen, dass wenn man diese Person nicht verlieren will, man diese Person absolut von diesen Ausbrüchen verschonen muss. Ob das klappen kann, weiß ich nicht.

Abschließend möchte ich ganz demütig feststellen, dass nicht nur meine Verlustangst mit mir, aber auch ich mit meiner Verlustangst, bei mir und anderen viel Leid gebracht hat. Und neben Leid naheliegenderweise auch längerfristige Folgen, beispielsweise eine Entwicklungsstörung, falls das Opfer sich in Entwicklung befindet. Mein vorhin erwähnter Freund war, wie ich aber damals auch, in solch einer Phase. Mir ist täglich bewusst, welch schwerwiegenden Schaden die Angststörung bei ihm angerichtet hat und es zählt zu meinen allergrößten Wünschen, dass er sich davon bald oder zumindest irgendwann erholen wird und somit auch zumindest ein Teil meiner Schuldgefühle vergehen können. Ich bitte sowohl ihn, als aber auch andere (die wissen, dass sie gemeint sind), mir zu verzeihen und durch diesen Text hier besser zu verstehen, dass ich ein Getriebener war und bin und definitiv auch ihr engster Verbündeter in dieser Sache in mir zu finden ist!

Doch noch etwas optimistischeres zum Schluss: Ich habe besonders in den letzten Monaten riesige Fortschritte gemacht. Und in den letzten Tagen schon wieder. Ich habe vor etwa einem Jahr jemanden kennengelernt, der ungewöhnlich souverän mit meinem Problem umgehen kann. Er gab mir Ratschläge und nahm mich manchmal auch an die Hand, so dass ich mir auch ohne Abhängigkeit/Klammern schon viel selbst helfen konnte. Ich habe fast gar keine Angst, diese Person zu verlieren, da sie den größten Risikofaktor für Verlust, die Verlustangst selber bzw. deren Auswirkungen, gekonnt übersieht, ignoriert und gleichzeitig deutlich macht, nicht mich zu ignorieren, sondern nur gewisse Tendenzen in mir. Ob ich diese Person irgendwann doch noch verliere oder nicht, ändert nichts daran, auch ihr sehr dankbar zu sein, wie ich es aber allen Freunden gegenüber bin. Mein Menschenbild ist heute ein sehr viel besseres.